Die Lustige Witwe

2014-12-13

Mannheim: "Lustige Witwe" begeistert
Mannheim. Die erste Operettenpremiere am Nationaltheater Mannheim (NTM) seit mehr als zehn Jahren endete im Freudentaumel. Über zehn Minuten dauerte das rhythmische Klatschen, der Tanz und die Jubelrufe für Franz Lehárs 1905 uraufgeführte "Lustige Witwe" am Ende, dazu flog GOLDENES Lametta aus dem Schnürboden über der Bühne. Auch Opernintendant Klaus-Peter Kehr war sehr zufrieden. "Das kann man nur so machen", sagte er gegenüber unserer Zeitung im Anschluss an die Premiere. Er meinte das Brechen der Historizität. Für alle gab es viel Applaus, im besonderen aber für Astrid Kessler in der Titelpartie, für Thomas Jesatko als Baron und Uwe Schönbeck als Njegus - den Mannheimern bekannt als Frosch aus "Die Fledermaus". Joseph Trafton leitete Nationaltheaterorchester und -chor souverän. Renato Zanella setzte in seiner Inszenierung auf den Kontrast aus historisierenden Kostümen und einem eher kühl gehaltenen Bühnenbild. Zusammen gefiel das rein optisch, ließ aber auch emotionale Lücken, was mitunter auch daran gelegen haben könnte, dass einige Figuren etwas blass blieben. Insgesamt ein Erfolg für die Mannheimer Oper, wenngleich die Gratwanderung zwischen moderner Anmutung und gewolltem Kitschanklang nicht überall überzeugen konnte. (dms)


< Zurück

English
Italiano
';