"Balanchine und Zanella Abend"

2002.24.11

Der Standard; von Ursula Kneiss

....sowie Zanellas Empty Place, das der eben designierte Wiener Ballettdirektor 1994 an der Staatsoper zur Aufführung brachte. Empty Place, zu Musikaufnahmen von John Hassel und Brian Eno samt Texteinspielungen von Laurie Anderson geschaffen, darf man als eine der besten Arbeiten von Renato Zanella bezeichnen. Umgesetzt hat er darin jene Gefühle, die ein Mensch empfinden mag, der erstmals die Stille der Wüste erlebt. In stromlinienförmigen Bewegungen und markant gestikulierend attackieren einander vier Paare, geben sich in kurzen Momenten der Harmonie hin. Auf das rasante Treiben kehrt Ruhe ein: Aus einem Wasserbecken taucht der sich geschmeidig windende Rücken von Dagmar Kronberger auf; ein Traumgebilde. Der finale große Pas de deux von Simona Noja und Eugène van den Boom wiederholt das Entrée der Paare.
Dass Renato Zanella ein Schüler des großen George Balanchine ist, zeigt der weitere Programmverlauf.... Ein brillanter, treffend besetzter Abend, der vom Publikum euphorisch aufgenommen worden ist. (DER STANDARD, Printausgabe, 25.11.2002)



< Zurück

English
Italiano
';